Kinder und Katzen

Stellen Sie ein Händedesinfektionsmittel am Katzenklo bereit und achten Sie darauf, dass sich jeder nach dem Saubermachen die Hände desinfiziert. Solchermaßen geschützt brauchen Sie nichts zu befürchten.

Ist menschlicher Nachwuchs da, sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Katze ganz bewusst in das Familienleben integrieren.

Glauben Sie keine Ammenmärchen von bösartigen Katzen, die Neugeborene zerfleischen! Es ist ebenso ein Unfug, wie das Märchen, dass 3 Katzenhaare ein kleines Kind töten können. Vielleicht ranken sich so viele Schauergeschichten um Katzen, weil man sie früher als Gefährten von Hexen sah. Lassen Sie sich nicht durch einen dummen Aberglauben irritieren.

Halten Sie von Anfang an einige Spielregeln ein:

Lassen Sie keine Fläschchen herumstehen, denn Katzen lieben Milch (auch wenn sie sie nicht immer vertragen!)

Lassen Sie die Katze nicht unbeaufsichtigt ins Babyzimmer. Katzen lieben weiche Bettchen, die so herrlich frisch nach Baby duften. Im Übrigen versuchen liebevolle Katzen, sich zu dem Baby zu legen, um es zu wärmen.

Körperkontakt von Katzen und Kleinkindern ist übrigens nicht unhygienisch! Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Steifftiere und Puppen zigmal mehr Erreger tragen, als reine Wohnungskatzen.

Sobald das Kind ins Krabbelalter kommt, sollten Sie das Futter und die Katzentoilette an einer für das Kind unzugänglichen Stelle platzieren. Sichern Sie auch den Kratzbaum. Die meisten Kleinkinder versuchen irgendwann, der Katze auf den Baum zu folgen.

Wir persönlich neigen zu der Auffassung, dass Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, meist ausgeglichener, sozialer und verantwortungs­bewusster sind. Das setzt allerdings voraus, dass sich die Eltern mit Kind und Tier auseinandersetzen und dem Kind Verantwortungsbewusstsein beibringen!

Wir wissen, dass der Umgang mit Kindern und Katzen nur dann harmonisch ablaufen kann, wenn die Katze eine Rückzugsmöglichkeit hat. Eine solche "Tabuzone" ist absolut unerlässlich. Am besten eignet sich hierfür der Kratzbaum oder eine Kuschelhöhle. Jede Katze braucht eine "Intimsphäre", um sich zu einer wesensfesten, gutmütigen Persönlichkeit entwickeln zu können. Ohne "Tabuzone" wird jede Katze schreckhaft, aggressiv und unnahbar. Halten Sie Ihr Kind von Anfang an dazu an, der Katze mit Achtung und Respekt zu begegnen. Speziell in den ersten Tagen wird es Ihrem Kind möglicherweise schwerfallen, dass süße Katzenkind in Ruhe zu lassen. Bald wird ein Kind allerdings merken, dass so ein verspieltes Katzenbaby von ganz alleine kommt, wenn man es nur lässt!

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