Eine Katze kommt in´s Haus

Nun ist es also soweit! Denken Sie vor der Abfahrt daran, den Transportkorb mitzunehmen. Sollten Sie mehr als 400 km Entfernung zurücklegen, empfiehlt es sich, ein kleines, offenes "Notklo" bereitzuhalten.

In jedem Fall sollten Sie für den Transportkorb eine Decke oder ein Handtuch zum wechseln bereithalten. Es kann bei der Aufregung schnell etwas "in die Hose“ gehen. Nehmen Sie auf jeden Fall ein oder zwei Müllbeutel und Küchentücher zum Reinigen mit. Nur für den Fall der Fälle…

Nachdem Sie Ihren neuen Mitbewohner glücklich in Empfang genommen haben, lassen Sie ihn während der Fahrt ausnahmslos im Transportkorb. Hier ist er am besten geschützt, wenn Sie plötzlich bremsen müssen. Möglicherweise wird Ihr kleines Wollknäuel herzzerreißend jammern. Das ist normal. Zumeist gibt es sich, wenn Sie einige Zeit auf der Autobahn fahren. Die monotonen Geräusche wirken sehr beruhigend. Stellen Sie die Lüftung bitte so ein, dass sie nicht in den Transporter bläst! Es wäre lieb, wenn Sie sich das Rauchen während der Fahrt verkneifen könnten. Der ungewohnte Streß führt in Verbindung mit konzentriertem Zigarettenrauch im Auto häufig zu Übelkeit und Atemnot. Kein sehr schöner Anfang!

Zu Hause angekommen, zeigen Sie dem Kätzchen erst einmal das Katzenklo. Wahrscheinlich ist es viel zu aufgeregt, um ein Geschäft zu verrichten, aber jetzt weiß es, wo er hingegen kann.

Dann lassen Sie das Kleine laufen. Begrenzen Sie am ersten Tag den Raum auf Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer. Hier gibt es genug zu entdecken.

Wichtig ist, dass Sie das Katzenkind gewähren lassen. Es hat eine stressige Autofahrt hinter sich, ist getrennt von Mama und den Geschwistern, und ist unzähligen neuen Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken ausgesetzt.

Geben Sie bitte Ihrem Kätzchen Zeit! Erdrücken Sie es nicht mit Zuneigung. Einige Babys inspizieren gleich die ganze neue Umgebung, andere ziehen sich in die nächstgelegene Ecke zurück und halten ein Schläfchen um sich von der anstrengenden Fahrt zu erholen. Die wenigsten sind gleich auf die neuen Menschen fixiert. Dazu ist das neue Umfeld viel zu interessant. Vermutlich haben Sie allen Freunden und Bekannten von dem neuen Kätzchen erzählt. Verständlicherweise möchten einige den Neuankömmling bestaunen. Warten Sie mit Besuch am besten bis zum dritten Tag. Dann hat das Baby die neue Welt erobert und ist offenfür neue Bekanntschaften.

Leben in Ihrem Haushalt andere Hunde und Katzen, behalten Sie bitte von Anfang an den gewohnten Tagesablauf bei. Lassen Sie sich nicht von anfänglichem Fauchen und Knurren aus der Ruhe bringen. Innerhalb der "tierischen Wohngemeinschaft" gibt es Regeln und Rangordnungen. Meinungsverschiedenheiten und Machtkämpfe müssen einmal ausgetragen werden. Mischen Sie sich keinesfalls ein. Die Tiere tragen ihre Streitigkeiten doch aus, und wenn sie damit warten, bis Sie nachts schlafen... Zur Beruhigung sei gesagt, dass wir in all der Zeit von keiner ernsthaften Verletzung durch Streitigkeiten gehört habe. Denken Sie immer daran: Ein Gewitter reinigt die Luft! Gewöhnlich sind die Eingewöhnungsreibereien nach 2-3 Tagen beendet. Haben sich die Tiere einmal zusammengerauft, bleiben sie Freunde fürs Leben.

Sollten Sie in einem Haus mit offenen Treppen leben, so gewöhnen Sie das Kätzchen am besten unter Aufsicht ans Treppensteigen. Wenn es ein paar Mal herauf- und herunter gelaufen ist, wird es problemlos klarkommen.

Zurück zur Übersicht